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Änderungen bei der Führerprüfung Motorrad A und A <35kW und ihre Auswirkungen auf die Praxis

Die Führerprüfung für Motorräder der Kategorien A und A < 35 kW hat sich kürzlich verändert. Früher fand die praktische Prüfung mit dem Prüfer direkt auf dem Motorrad statt (Der Prüfer als Sozius). Heute fährt der Experte mit einem eigenen Motorrad hinterher. Diese Änderung wirkt sich auf Prüflinge, Fahrlehrer und Prüfungsabläufe aus. Im Folgenden erfahren Sie, was genau sich geändert hat, warum diese Anpassung vorgenommen wurde und welche praktischen Folgen sie mit sich bringt.


Was hat sich bei der Führerprüfung geändert?


Bis vor Kurzem saß der Experte während der Prüfung auf dem gleichen Motorrad wie der Prüfling. Das bedeutete, dass der Prüfer unmittelbar das Fahrverhalten beobachten und bei Bedarf eingreifen konnte. Nun fährt der Experte mit einem eigenen Motorrad hinter dem Prüfling her. Das bedeutet:


  • Der Prüfer ist nicht mehr direkt auf dem Prüfungsfahrzeug.

  • Die Beobachtung erfolgt aus der Distanz.

  • Der Prüfling fährt allein auf seinem Motorrad.


Diese Änderung gilt für die Führerprüfung der Motorradkategorien A und A < 35 kW.


Gründe für die Änderung


Die Umstellung hat mehrere Gründe, die vor allem die Sicherheit und die Effizienz der Prüfung betreffen:


  • Sicherheitsaspekte: Durch das Fahren auf separaten Motorrädern verringert sich das Risiko von Unfällen, die durch das zusätzliche Gewicht oder die eingeschränkte Bewegungsfreiheit bei zwei Personen auf einem Motorrad entstehen können.

  • Realistischere Fahrsituation: Der Prüfling fährt unter realen Bedingungen ohne Sozius, was die Prüfung praxisnäher macht. Ein grosser Teil der Motorradfahrer fahren sowieso ohne Sozius.

  • Bessere Beobachtung: Der Prüfer kann das Fahrverhalten aus verschiedenen Perspektiven beobachten, da er sich frei hinter dem Prüfling bewegen kann.


Diese Gründe zeigen, dass die Änderung nicht nur aus organisatorischen Gründen erfolgt, sondern auch die Qualität und Sicherheit der Prüfung verbessern soll.


Auswirkungen auf Prüflinge


Für die Prüflinge bringt die neue Prüfungsform einige Veränderungen mit sich:



  • Weniger Ablenkung: Ohne den Prüfer auf dem Motorrad können sich die Prüflinge besser auf das Fahren konzentrieren.

  • Erhöhte Nervosität: Manche Prüflinge empfinden die Prüfung als einfacher, weil das zusätzliches Gewicht vom Prüfer wegfällt.

  • Nachteile der Fahrausbildung: In der Regel erfolgt die Fahrausbildung ohne den Fahrlehrer als Sozius. Auf Wunsch des Prüflings kann dies jedoch in die Ausbildung einbezogen werden.


Auswirkungen auf Fahrlehrer und Prüfungsorganisation


Auch für Fahrlehrer und die Organisation der Prüfungen ergeben sich Veränderungen:


  • Anpassung der Ausbildungsmethoden: Fahrlehrer müssen ihre Unterrichtsmethoden anpassen.

  • Kommunikation während der Ausbildung: Die Kommunikation erfolgt vorzugsweise über das Telefon. Somit muss der Fahrschüler über ein Headset oder AirPods verfügen.

  • Kommunikation während der Prüfung: Da der Prüfer nicht unmittelbar hinter dem Prüfling sitzt, wird die Kommunikation wie bisher über Funk abgewickelt.


Praktische Tipps für Prüflinge


Wer sich auf die Führerprüfung Motorrad A oder A < 35 kW vorbereitet, sollte folgende Tipps beachten:


  • Trainieren Sie das sichere Fahren in verschiedenen Verkehrssituationen. Schwerpunkte sind wie bisher Überland- und Kurvenfahren.

  • Nutze Übungsfahrten, bei denen der Fahrlehrer mit eigenem Motorrad hinterherfährt, um ein realistisches Gefühl für die Prüfung zu bekommen.


Diese Vorbereitung hilft, die Nervosität zu reduzieren und die Prüfung erfolgreich zu bestehen.


 
 
 

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